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04.09.2012, 13:46 Uhr
Schutz der Landwirtschaftlichen Flächen muss Priorität haben
Nieder-Erlenbach ist der nördlichste Stadtteil Frankfurts. Gemeinhin wird der Frankfurter Norden als ländlich bezeichnet. Das ist nicht nur richtig, sondern vielmehr auch sehr wichtig...




 

Im Frankfurter Norden wachsen allerlei Getreidesorten, sowie Obst und Gemüse. Landwirtschaftliche Erzeugnisse also, die dort wachsen, wo die Menschen leben. Erstversorgung nennt man so etwas. Niemand würde auf die Idee kommen die Lebensmittel der landwirtschaftlichen und Gartenbaubetriebe in Nieder-Erlenbach zu kritisieren und ihnen vorzuwerfen sie würden mit der chemischen Keule hochgezüchtet. Ganz im Gegenteil alle Bürgerinnen und Bürger können sich jeden Tag vergewissern, dass sie wahrhaftige Naturprodukte kaufen können.

In Zeiten von Biosupermärkten in den Innenstädten, Kräuterbeeten auf den Balkonen Stadtzentren und ausführlicher Prüfung der zu kaufenden Lebensmittel ein hohes Gut solche Betriebe vor Ort zu haben.

Leider scheint dies nicht jeder so zu sehen. In den beiden vergangenen Ortsbeiratssitzungen beschäftigte sich der Ortsbeirat mit zwei Anträgen, die darauf abzielten landwirtschaftliche Nutzflächen großflächig umzuwidmen. Entlang der Landstraße L3008 von Nieder- nach Ober-Erlenbach soll eine Laubbaumallee als Kompensationspflanzung für die Erweiterung der U-Bahnlinie 5 entstehen. Ein Vorschlag, der sehr wohl begründet ist, da diese Strecke für mögliche Kompensationspflanzungen im Landschaftsplan der Stadt Frankfurt vorgesehen ist. Dennoch war die CDU-Fraktion die einzige, die in einem Antrag forderte, dass bei der Errichtung einer solchen Laubbaumallee die angrenzenden Felder für die Landwirtschaft größtmöglichen Schutz erhalten.

„Eine Laubbaumallee ist mit Sicherheit keine schlechte Sache und sieht auch gut aus, aber wir dürfen dabei die Nutzflächen nicht vergessen. Ein 10 Meter breiter Streifen auf beiden Seiten der Landstraße und das in gut 1,5 Kilometer Länge würde einen enormen Verlust von landwirtschaftlicher Fläche bedeuten“, begründet Fraktionsvorsitzender Yannick Schwander diesen Antrag, der bereits vor der Sommerpause im Ortsbeirat angenommen wurde. „Wir haben einstimmig mit allen Fraktionen für unseren Antrag gestimmt, die Vernunft hat am Ende gesiegt, hoffentlich nimmt auch die Stadtverwaltung unseren Vorschlag an“, blickt Schwander voraus.

 

In der letzten Sitzung des Stadtteilgremiums stellte dann die Grünen-Fraktion einen Antrag für eine weitere Baumallee entlang des geplanten Radweges nach Nieder-Eschbach. Zusätzlich zu diesem, der ohnehin schon landwirtschaftliche Fläche kosten wird, sollte nach Wunsch der Grünen eine Laubbaumallee die Straße in den Nachbarort säumen. „Zu allererst werden noch viele Jahre vergehen, bis der Radweg überhaupt gebaut wird, das ist leider Fakt und dann müssen wir schauen, dass wir auch dort die Landwirtschaft nicht zusätzlich um Flächen bringen“, sagt Yannick Schwander und betont noch einmal die Wichtigkeit der Landwirtschaft für Nieder-Erlenbach und Frankfurt. „Wir müssen die landwirtschaftlichen Flächen so weit wie möglich und so lang wie möglich erhalten. Es kann doch nicht sein, dass Städter nach Nieder-Erlenbach ziehen, wegen der Natur, sie sich hier einen Garten kaufen, um ihr eigenes Gemüse anzubauen und wir gleichzeitig Auffangbecken für allerlei Kompensationspflanzungen der Stadt werden sollen und so Anbauflächen für Lebensmittel herschenken“, zeigt sich der Fraktionsvorsitzender der Ortsbeiratsfraktion besorgt, über diese Tendenz.

Dennoch steht auch die CDU-Fraktion zu einem Radweg nach Nieder-Eschbach. „Er wurde schon vor langer Zeit im Ortsbeirat beschlossen, sollten die Eigentumsverhältnisse geklärt werden und wird sich die Stadt mit den Landwirten einig, wird er gebaut und das ist für uns unantastbar. Es geht uns nicht um den Radweg, sondern um den geforderten Zusatz“, betont Schwander.

 

„Wir als CDU-Fraktion sind für den größtmöglichen Schutz der landwirtschaftlichen Nutzflächen und rechnen diesen eine hohe Priorität zu, dafür haben wir nicht nur in der Partei, sondern auch in der Nieder-Erlenbacher Bevölkerung eine breite Zustimmung“, erklärt Schwander und begründet somit auch die Ablehnung des Antrags der Grünen-Fraktion. „Wir konnten letztendlich diesem Antrag nicht zustimmen, weil sich die Grünen nicht dazu durchringen ließen den Passus des größtmöglichen Schutzes der Landwirtschaft aufzunehmen“, begründet er und zeigt sich zugleich verwundert, dass die SPD diesem Antrag zustimmte. „Es ist schade, dass die CDU die einzige Partei ist, die sich aktiv für den Schutz der Landwirtschaft, die Nieder-Erlenbach doch nun einmal ausmacht, einsetzt“, gibt Yannick Schwander zu Bedenken. „Kommt der Fahrradweg, kommt eine Begleitbepflanzung, das wissen wir, aber damit müssen und können wir leben. Jedoch wird es mit uns keine größeren Eingriffe in die landwirtschaftlichen Nutzflächen geben. Wir werden weiterhin alles tun, um uns diese Flächen zu erhalten“, schließt Schwander ab.

 
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